Warum Content Marketing kostenlos, aber nicht umsonst ist.

Warum Content Marketing kostenlos, aber nicht umsonst ist.


Kennt ihr das?

Es gibt da diesen Laden.

Wir haben dort bisher nicht viel gekauft, aber wir gehen immer wieder gern hin um zu stöbern.

Die Musik ist lässig. Die Verkäufer lächeln und spaßen herum.

Wir fühlen uns wohl und niemand versucht uns etwas aufzudrängen.

Keine Ahnung wie vielen Leuten wir diesen Laden schon empfohlen haben, aber wir werden nicht müde anderen davon zu erzählen.

Wir sind Fans und die größten Investoren. Auch ohne große Umsätze.

It’s content marketing and we've "paid attention"

Wir schreiben Texte, nehmen Videos und Podcasts auf und bieten das Ganze kostenlos an. 

Aber wenn wir unseren Content schon verschenken, dann wenigstens mit einem Mehrwert für unsere Zielgruppe. Und diesen möchte ich heute mit euch anhand meiner Learnings aus einem Buch von Dr. Kerstin Hoffmann teilen.

Es nennt sich „Prinzip Kostenlos“.

Denn im Prinzip ist das, was ihr gerade tut, kostenlos.

Fast kostenlos.

Denn ihr bezahlt bereits während des Lesens mit einer mächtigen Währung.

Ihr investiert eure Aufmerksamkeit.

Aufmerksamkeit ist mehr als nur Besuchszeit

Wenn sich jemand 4 Minuten Zeit nimmt, um unseren neuen Blogbeitrag zu lesen, dann schenkt er uns seine Aufmerksamkeit.

Und Dr. Kerstin Hoffmann denkt dabei noch einen Schritt weiter. Sie ist der Meinung, dass auch die Zeit, welche die Kunden für das Verbreiten der Botschaft investieren, dazu gehört.

content marketing aufmerksamkeit

Verstanden! Aufmerksamkeit endet nicht zwangsweise beim Verlassen der Website. 

Und genau deswegen ist es so immens wichtig, dass wir unseren Lesern ein positives Gefühl vermitteln. Wie in unserem Lieblingsladen.

Wir sind keine Einzelkämpfer, sondern brauchen dieses Netzwerk, in dem wir Inhalte teilen und unsere geteilt werden. 

Denn hinter Content Marketing verbirgt sich das Ziel: "(...) mit wertvollen, interessanten oder unterhaltenden Inhalten für Aufmerksamkeit, Sichtbarkeit, Relevanz und letztlich Umsatz zu sorgen."

Machen wir uns mit kostenlosem Content nicht überflüssig?

Wenn wir Woche für Woche Content produzieren und unser erlebtes und erlerntes Wissen preisgeben. Verspielen wir dann nicht alle unsere Karten?

Nehmen wir den Speaker Prof. Dr. Gunter Dueck, welcher im Buch interviewt wurde. Den Inhalt seiner Vorträge finden wir zu einem großen Teil auf YouTube gratis.

Und wird er noch als Redner gebucht? 

"Das Grübeln über diese Frage wurde unter zu vielen Einladungen begraben.", so Gunter Dueck als Antwort im Interview.

Eine ähnliche Situation beschreibt auch die Autorin von Prinzip Kostenlos: "Auf YouTube veröffentlichte Vorträge werden häufiger gebucht als solche, zu denen lediglich ein schriftliches Exposé existiert."

Sie vergleicht Ihr kostenlos verteiltes Wissen im Content Marketing mit der Auslage in einem Geschäft. Und das, wovon man sich bereits einen Eindruck holen kann, macht Appetit auf mehr.

Wir brauchen ein Sahnehäubchen!

Wir müssen den Umstieg schaffen von kostenfreien Inhalten, die geteilt werden sollen, zur unteilbaren Leistung, welche kostenpflichtig ist.

Bei Vorträgen ist diese unteilbare Leistung der Live Auftritt und die Möglichkeit Fragen zu stellen.

Gunter Dueck fasst es phänomenal zusammen:

"Wer aber Können als Leistung anbietet, kann das bloße Wissen gerne freigeben. Ein Drei-Sterne-Koch gibt Ihnen gerne das Rezept, na und? Entweder Sie üben dann auch ein paar Jahre, oder sie bezahlen ihn wie zuvor für das Essen."

Ich kann mein Wissen preisgeben, aber das tun auch viele andere

Natürlich sind wir nicht die Einzigen, die sich auf diese Marketing Strategie konzentrieren. 

Und auch unser Inhalt ist (wahrscheinlich) keine Raketenwissenschaft, welcher es zuvor noch nicht an die Öffentlichkeit geschafft hat.

Aber hey! Keine Sorge, denn es gibt da noch etwas, das wir bisher nicht besprochen haben.

3 Gründe, dennoch mit Content Marketing zu beginnen

Die Informationen, die wir veröffentlichen, sind nicht einzigartig. Dennoch gibt es 3 wirklich gute Gründe, weshalb uns dennoch Aufmerksamkeit gezahlt wird.

1. Die Zeitersparnis

Ist Google nicht toll? Wenn wir nach "Content Marketing" suchen erhalten wir nach 0,72 Sekunden rund 83.800.000 Ergebnisse.

Sich Wissen zu beschaffen ist also nicht das Problem, aber es kostet einfach viel Zeit.

Wenn wir für ein Thema brennen und Spaß daran haben, das Wissen komprimiert und hochwertig aufzubereiten, dann sparen wir unseren Lesern enorm viel Lebenszeit. 

2. Der Aufbau

Nicht das Wissen, das wir vermitteln ist exklusiv, sondern die Auswahl, die wir treffen.

Unser "Können" besteht in der Art, wie wir ein Thema aufbereiten. 
Welche Struktur und Priorisierung wir zusammenstellen und schließlich welche Quellen und Erfahrungen wir miteinander in Verbindung bringen.

Die Interessenten, die zu uns passen, werden genau das wertschätzen und unseren Content deswegen vielen ähnlichen Angeboten vorziehen!

3. Die persönliche Note

Wir schreiben nicht für uns und nicht für die Suchmaschine - wir schreiben für unsere Leser! Der Wiedererkennungswert durch unseren ganz persönlichen Stil ist nicht zu unterschätzen. Egal ob humorvoll oder sachlich - hinterlasst euren eigenen Fingerabdruck!

Fazit

Content Marketing ist keine Abkürzung, aber es belohnt Ausdauer und Qualität.

Die Angst, sich mit dieser "Wissenstrategie" überflüssig zu machen ist vorhanden, aber meiner Meinung nach nicht gerechtfertigt.

Es ist wie bei einem Kinotrailer. Wir geben einen gratis Vorgeschmack auf eine Leistung, welche kostenpflichtig ist.

Damit werden wir nicht jeden zum Käufer machen, aber selbst der Nicht-Käufer kann sich über Mehrwert freuen und empfiehlt eure Leistung mit gutem Gewissen weiter.

„Verschenke was du weißt, um zu verkaufen was du kannst.“

Für welchen Content brennt ihr? Ich würde liebend gern auf eurem Kanal vorbeischauen!

Schreibt es in die Kommentare!

Stay tuned and grow.

2 Kommentare

  • Ein klasse Artikel den du da geschrieben hast. Da passt auch das "jab jab jab right hook"-Prinzip gut dazu. Freu mich über weitere interessante Artikel. Bis bald Florian
  • Hey Florian,

    hehe, yes Gary Vaynerchuk! Legendäres Beispiel und vor allem: Danke für deinen Kommentar! Daniel

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